Allgemein Masters Schwimmen

Freiwasser-Heimspiel: Einmal quer durch den Usee

Für Freiwasserschwimmer aus Langenfeld ist es ein echtes „Heimspiel“: Einmal im Jahr dürfen sie die ollen Begrenzungsbalken im Strandbad Süd des Unterbacher Sees links liegen lassen und quer durch den See schwimmen: 3,3 km, 2 km oder 1 km. Das „U-See Schwimmen“ ging in diesem Jahr in die sechste Runde und ist längst kein Geheimtipp mehr. Mit 800 Teilnehmern war das Event nicht nur ausverkauft sondern auch ein neuer Teilnehmerrekord erreicht. 
Umso bedauerlicher war, dass das Wetter nicht ganz mitspielte. Von den zeitweise ordentlichen Regengüssen ließen sich die SVL-Schwimmer aber nicht die Stimmung vermiesen. Frei nach dem Motto: „Wenn es kalt ist, muss man halt schneller schwimmen, damit einem warm wird“ gaben alle ihr Bestes. Maike Pawlik schaffte es sogar – trotz echter Spitzenzeiten der schnellsten Schwimmer – bis an die Podestplätze heran zu schwimmen.
Wenn man so will, ist das Wetter auch ein Punkt, der das Freiwasserschwimmen interessant macht: Nicht der schnellste Schwimmer gewinnt, sondern der, der zusätzlich gut navigieren und mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen klarkommen kann. Und das Anvisieren der zu umschwimmenden Bojen ist sogar leichter, wenn die Sonne nicht blendet.
Wie immer war das Event hervorragend organisiert und es gab Musik, Moderation, Stände mit Badeanzügen, Massageservice, Kaffee zum Wärmen und so weiter – diese Nebensächlichkeiten machen auch ein bisschen den Charakter dieses beliebten Wettkampfes aus, bei dem es nicht nur um Leistung sondern auch um eine schöne Zeit mit schwimmbegeisterten Leuten geht. Und nächstes Jahr, so scherzte der Moderator, „legen wir den Wettkampf in den Sommer, dann ist das Wetter auch schön.“
von Ulrike Rader

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